Über Kroatien

Geographie
Kroatiens Fläche entspricht mit ca. 56.500 Quadratkilometern etwa der doppelten Größe von Brandenburg. Zur Landfläche gehört ein Teil der Dinariden und der Pannonischen Tiefebene.
Das Land liegt in der Übergangszone von Mittel- bzw. Ostmitteleuropa und Südosteuropa. Der größere Teil Kroatiens (außer Slawonien und dem Gebiet um Zagreb nördlich der Save) wird geografisch im Allgemeinen der Balkanhalbinsel oder Südosteuropa zugeordnet. Der Ständige Ausschuss für geographische Namen empfahl 2005 die Zuordnung Kroatiens zu Mitteleuropa auf Grund eines kulturräumlichen Mitteleuropabegriffs. Für einige Kroaten ist die Zuordnung zu Mitteleuropa ein Mittel der Abgrenzung von der negativ konnotierten „Krisenregion“ Balkan. Die kroatischen Gebiete entlang der Adriaküste werden teilweise auch Südeuropa zugeordnet.
Die geringste Entfernung zwischen Österreich und Kroatien beträgt 20 km (durch einen kleinen Landstreifen Sloweniens getrennt), während die südlichste kroatische Halbinsel Prevlaka 69 km von Albanien entfernt liegt.
Landschaftszonen
Nach Reliefformen und Klimazonen lässt sich Kroatien in drei Landschaftszonen einteilen. Diese Einteilung spiegelt sich teilweise in der Kultur und Lebensweise der Menschen wider.
Die pannonische Tiefebene
Die pannonische Tiefebene besteht überwiegend aus Flachland, unterbrochen von einigen Mittelgebirgen, und wird über die Save und Drau und deren Nebenflüsse zur Donau hin entwässert. In diesem Teil des Landes herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Diese Landschaftszone lässt sich untergliedern in Nordkroatien und Slawonien. Nordkroatien umfasst das ostmitteleuropäisch geprägte Gebiet von der Kupa bis zur ungarischen Grenze: das Flachland längs der Save und Kupa um die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak, das heute demografisch und wirtschaftlich das Zentrum des Landes bildet, das Gebirgsland des Zagorje (auf Deutsch auch: Zagorien) nördlich der Hauptstadt Zagreb und das Međimurje im nördlichsten Zipfel des Landes zwischen Drau und Mur. Slawonien ist das Flachland entlang der Flüsse Save (Sava) und Drau (Drava) bis zur Donau (Dunav) im Osten. Zu diesem werden oft auch die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (Zapadni Srijem) (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.
Mandarinenplantagen an der Mündung der Neretva
Die dinarische Gebirgsregion (auch Mittleres Kroatien oder Kroatisches Hügelland genannt) wird von Mittel- und einzelnen Hochgebirgen geprägt, die die Wasserscheide zwischen Donau und Adria bilden, wobei einzelne Täler auch vollständig abflusslos sind. Hier herrscht Gebirgsklima. Zu dieser Landschaftszone gehören das Gebirgsland des Gorski kotar zwischen Rijeka und Karlovac, die Hochtäler Lika und Krbava zwischen dem entlang der Küste verlaufenden Gebirgszug des Velebit und dem Grenzgebiet zu Westbosnien sowie ein Teil des Hinterlandes Dalmatiens (Dalmatinska Zagora, Biokovo-Gebirge).
Die adriatische Küstenregion
Die adriatische Küstenregion besteht zu großen Teilen aus verkarsteten Flächen. Sie ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Die Breite des Küstenstreifens variiert stark. Während er an einigen Stellen (unterhalb des Velebit und des Biokovo-Gebirges) nur wenige Kilometer breit ist, reicht er an anderen Stellen weiter ins Landesinnere. Die Mehrzahl der in Kroatien in die Adria mündenden Flüsse ist jedoch relativ kurz; lediglich der Einzugsbereich der aus Bosnien und Herzegowina kommenden Neretva erstreckt sich weiter ins Landesinnere. Die adriatische Küstenregion lässt sich von Norden nach Süden untergliedern in die historischen Regionen Istrien, Hrvatsko Primorje (Kroatisches Küstenland und Dalmatien.
Klima
Im Landesinneren bzw. Nordosten Kroatiens herrscht vor allem kontinentales Klima vor. Mittlere Monatstemperaturen im Sommer betragen um 26 °C, im Winter um 2 °C. Der Jahresniederschlag beträgt etwa 750 Millimeter.
Das Klima an der adriatischen Küste hingegen ist wesentlich feuchter und es herrscht mediterranes Klima vor. Die Sommer sind also meist sonnig und trocken (um 30 °C), während die Winter regenreich und warm sind (um 10 °C). Der Jahresniederschlag ist mit etwa 3000 Millimetern im Süden und 1800 im Norden der Adriaküste erheblich höher als im Landesinneren.
Ein besonderes Wetterphänomen sind die gelegentlich in der Küstenregion auftretenden kalten Fallwinde Bora, die zu den stärksten der Welt zählen.
Zahlen Daten Fakten
Einwohner: 4,5 Millionen
Hauptstadt: Zagreb mit ca. 930.000 Einwohnern
Gesamtfläche: 56.542 km²
Küstenlinie 5.835km (Festland 1777km, Inseln 4085km)
Währung: 1 Kuna (K) = 100 Lipa (1 € entsprechen ungefähr 7,5 Kuna)






